Mietvertrag Wohnraum

Wichtige Information zu den MieteinnahmenBei einem Wohnungsmietvertrag gibt es viele Dinge zu beachten. Welche Angaben müssen enthalten sein und was wird im Detail geregelt? Antworten auf diese und andere Fragen haben wir für Sie auf dieser Seite zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

1. Was sollte auf jeden Fall in einem Wohnungsmietvertrag stehen? Welche Angaben werden benötigt?

Folgende Angaben sollten auf jeden Fall in einem Wohnungsmietvertrag enthalten sein:

  • Name, Vorname des Mieters,
  • Name, Vorname und Anschrift des Vermieters,
  • Angabe, welches Haus, welche Wohnung vermietet wird (genaue Anschrift, Etage, etc.),
  • Größe des Wohnraumes (Wohnfläche, Zimmeranzahl etc.),
  • Beginn des Mietverhältnisses,
  • Höhe der zu zahlenden Miete (monatliche Grundmiete sowie Betriebskosten),
  • Klauseln zur Verteilung und Abrechnung der Betriebskosten (diese können entweder separat abgerechnet werden oder aber pauschal in der zu zahlenden Miete enthalten sein),
  • Angaben zum Mietkonto,
  • Anzahl der übergebenen Schlüssel,
  • Regelungen über Schönheitsreparaturen, wer trägt die Kosten dafür,
  • Regelungen über die Verkehrssicherungspflicht (wer ist für das Schnee räumen verantwortlich etc.),
  • Klauseln zur Tierhaltung,
  • Nutzung gemeinschaftlicher Anlagen,
  • Kündigung des Mietvertrages,
  • Hinweise auf Anlagen wie Wohnungsübergabeprotokoll, Grundrisse, Schriftstücke mit Sondervereinbarungen, Zusatzvereinbarungen, Hausordnung etc. (Beschriftung der Anlagen nicht vergessen!),
  • Unterschrift beider Mietparteien.

2. Was regelt ein Wohnungsmietvertrag?

Folgende wichtige Punkte regelt ein Wohnungsmietvertrag:

  • Ob ein Mietverhältnis unbefristet oder befristet sein soll,
  • ob eine Mindestmietzeit vereinbart wird,
  • Zuständigkeit für die Hausordnung,
  • Beteiligung des Mieters an Schönheitsreparaturen, Kleinstreparaturen (BGH-Rechtsprechung vom 18.03. 2015 beachten!),
  • vertragliche Mieterhöhung (z.B. Staffelmiete),
  • Höhe der Mietkaution,
  • Art der Mietzahlungen (Lastschrift, Überweisung, bar),
  • Daten zur Einrichtung und Gegenständen in der Wohnung, Sonderausstattungen (z.B. bei möblierten Wohnungen).

Wichtig!

Tipp zu den MieteinnahmenVergessen Sie nicht, alle Anlagen zum Mietvertrag beizufügen und diese entsprechend zu beschriften. Sämtliche Anlagen zum Mietvertrag sollten so konkret wie möglich bezeichnet werden. Das könnte wie folgt aussehen:

Anlage 1, zum Mietvertrag über die Wohnung (Straße, Postleitzahl, Ort), 1. OG, links. Die Schriftform ist dann gewahrt, wenn im Mietvertrag auf die Anlagen hingewiesen werden und beide Vertragspartner ihre Unterschrift auf jedem einzelnen Blatt der Anlage setzen. Anlagen eines Mietvertrages können Grundrisse, Wohnungsübergabeprotokolle, Schriftstücke mit Sonder- und Zusatzvereinbarungen, Hausordnung etc. sein. Anlagen zum Mietvertrag müssen an den Mietvertrag angeheftet werden.

3. Wofür benötigt man ein Übergabeprotokoll / Abnahmeprotokoll?

Vermietung an Angehörige und VerwandteDie Anfertigung eines Übergabeprotokolls / Abnahmeprotokolls bei der Vermietung einer Wohnung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Es ist aber empfehlenswert ein solches Protokoll bei Wohnungsübergabe anzufertigen. Mit dessen Hilfe können Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter hinsichtlich des Zustandes der Wohnung bei Übergabe vermieden werden.

In diesem Protokoll werden Mängel in der Wohnung bei Wohnungsübergabe schriftlich festgehalten. Regelungen im Mietvertrag hinsichtlich Schönheitsreparaturen und anderen Reparatur- und Renovierungsvorhaben kann man somit auf der Grundlage eines solchen Protokolls begründen und festlegen. Des Weiteren ist auch die Verantwortlichkeit für etwaige Schäden mit einem Übergabeprotokoll nachvollziehbarer.

4. Welche Form und welchen Inhalt sollte ein Übergabeprotokoll / Abnahmeprotokoll haben?

Es gibt keine rechtlichen Vorgaben über Form und Inhalt eines Übergabeprotokolls / Abnahmeprotokolls.

Da ein solches Protokoll den Zustand eines Mietobjektes zum Zeitpunkt der Übergabe festhalten soll, sind zumindest folgende Angaben notwendig:

  • Datum der Wohnungsübergabe,
  • Datum des Einzugs,
  • Datum des Auszugs,
  • Nennung des Mieters, Vermieters und gegebenenfalls Zeugen,
  • Nennung des Mietobjekts (Anschrift, Etage etc.),
  • Nennung der Ausstattung (z.B. bei möblierten Wohnungen),
  • festgestellte Schäden und Mängel wie beschädigte Einrichtungen, Wohnungsmängel etc.,
  • Schlüsselübergabe,
  • Vereinbarung einer Mietkaution (Mietsicherheit),
  • Zählerstände,
  • Vereinbarungen zu etwaigen Schönheitsreparaturen (Übergabeverhandlung),
  • Vereinbarungen zu Kostenübernahmen,
  • Nachfristsetzung.

Das Übergabeprotokoll / Abnahmeprotokoll sollte zur gegenseitigen Anerkennung sowohl vom Mieter als auch Vermieter sowie gegebenenfalls Zeugen unterschrieben werden und den jeweiligen Parteien nach erfolgter Wohnungsbesichtigung in mehrfacher Ausfertigung ausgehändigt werden.

5. Was regelt ein Hausmietvertrag?

Folgende wichtige Punkte regelt ein Hausmietvertrag:

  • Vermietung von Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften oder Reihenhäusern,
  • ob ein Mietverhältnis unbefristet oder befristet sein soll,
  • ob eine Mindestmietzeit vereinbart wird,
  • Zuständigkeit für die Hausordnung,
  • vertragliche Mieterhöhung (z.B. Staffelmiete),
  • Höhe der Mietkaution,
  • Art der Mietzahlungen (Lastschrift, Überweisung, bar),
  • Daten zur Einrichtung und den Gegenständen im Haus, Sonderausstattungen (z.B. bei möblierten Häusern),
  • Beteiligung des Mieters an Schönheitsreparaturen, Kleinstreparaturen (BGH-Rechtsprechung vom 18.03. 2015 beachten!).

6. Was sollte auf jeden Fall in einem Hausmietvertrag stehen? Welche Angaben werden benötigt?

Folgende Angaben sollten auf jeden Fall in einem Hausmietvertrag enthalten sein:

  • Name, Vorname des Mieters,
  • Name, Vorname und Anschrift des Vermieters,
  • Angabe, welches Haus, welche Wohnung vermietet wird (genaue Anschrift, Etage, etc.),
  • Größe des Wohnraumes (Wohnfläche, Zimmeranzahl etc.),
  • Beginn des Mietverhältnisses,
  • Höhe der zu zahlenden Miete (monatliche Grundmiete sowie Betriebskosten),
  • Klauseln zur Verteilung und Abrechnung der Betriebskosten (diese können entweder separat abgerechnet werden oder aber pauschal in der zu zahlenden Miete enthalten sein),
  • Angaben zum Mietkonto,
  • Anzahl der übergebenen Schlüssel,
  • Regelungen über Schönheitsreparaturen, wer trägt die Kosten dafür,
  • Regelungen über die Verkehrssicherungspflicht (wer ist für das Schnee räumen verantwortlich etc.),
  • Klauseln zur Tierhaltung,
  • Nutzung gemeinschaftlicher Anlagen,
  • Kündigung des Mietvertrages,
  • Hinweise auf Anlagen wie Wohnungsübergabeprotokoll, Grundrisse, Schriftstücke mit Sondervereinbarungen, Zusatzvereinbarungen, Hausordnung etc. (Beschriftung der Anlagen nicht vergessen!),
  • Unterschrift beider Mitparteien.
    Anlagen zum Hausmietvertrag werden genauso behandelt wie bei einem Wohnungsmietvertrag.

7. Was regelt ein Stellplatz-Mietvertrag?

Folgende wichtige Punkte regelt ein Stellplatz-Mietvertrag:

  • Vermietung von Garagen, Parkplätzen und Carports zum Abstellen von Pkw, Motorrädern, Anhängern, Wohnmobilen und Booten,
  • ob ein Mietverhältnis unbefristet oder befristet sein soll,
  • ob eine Mindestmietzeit vereinbart wird,
  • vertragliche Mieterhöhung (z.B. Staffelmiete),
  • Höhe der Mietkaution,
  • eventuell zusätzlich entstehende Nebenkosten wie Instandsetzungskosten oder Kleinstreparaturen, Schönheitsreparaturen (wenn ja, Angaben darüber wie der Mieter diese bezahlen soll),
  • Art der Mietzahlungen (Lastschrift, Überweisung, bar),

Eine bereits bestehende Stellplatz-Nutzungsvereinbarung kann in den Vertrag eingefügt werden.

Ein Stellplatzmietvertrag sollte immer getrennt von Wohnraum vermietet werden, um unvorteilhafte Bindungen zu vermeiden.

8. Was sollte auf jeden Fall in einem Stellplatz-Mietvertrag stehen?

Folgende Angaben sollten auf jeden Fall in einem Stellplatz-Mietvertrag stehen:

  • Name, Vorname des Mieters,
  • Name, Vorname und Anschrift des Vermieters,
  • Angaben zum Stellplatz, z.B. Anschrift und Bezeichnung,
  • Beginn des Mietverhältnisses,
  • Höhe der monatlich zu zahlenden Miete,
  • Angaben zum Mietkonto,
  • Anzahl der übergebenen Schlüssel (z.B. bei der Vermietung von Garagen),
  • Regelungen über Schönheitsreparaturen, wer trägt die Kosten dafür,
  • Regelungen über die Verkehrssicherungspflicht (wer ist für das Schnee räumen verantwortlich etc.),
  • Kündigung des Mietvertrages,
  • Hinweise auf Anlagen (Übergabeprotokoll etc.),
  • Unterschrift beider Mitparteien.